KLEINE ZEITUNG SAMSTAG, 13. JÄNNER 2007
Baukörper undKunstklänge Intermediale Präsenzen:
Sowohl Architektur als auch bildende Kunst sowie Musik und Literatur aus der Steiermark haben derzeit starkeAuftritte in der deutschen Hauptstadt Berlin.

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Kulturpreis an Planai Bahnen für Europas höchstgelegene Künstlergastateliers Dachstein:Cult vergeben
Am 27. September wurde erstmal der Kultursponsoringpreis Maecenas Steiermark verliehen. Die Planai Hochwurzen Bahnen wurden dabei unter 40 Teilnehmern mit einem Anerkennungspreis für das Projekt Dachstein:Cult ausgezeichnet. Der Maecenas Steiemark wurde von der Initiative Wirtschaft für Kunst in Kooperation mit dem Land Steiermakr und der Stadt Graz an Unternehmen für die Förderung von Kulturprojekten vergeben, dies geschah zum ersten Mal in der Steiermark. Das Art:Network-Projekt Dachstein:Cult mit Europas höchstgelegenem Kulturstützpunkt am Dachsteingletscher konnte die hochkarätig besetzte Jury überzeugen und wurde mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Im feierlichen Rahmen der Alten Universität Graz wurden die Preise von Frau Landeshauptmann Klasnic und dem Grazer Stadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann übergeben. Heidi Oberlojer nahm stellvertretend für unser Unternehmen die Urkunde und Glückwünsche entgegen. Zuvor berichtete sie im Interview mit Dr. Barbara Rett (ORF Kultur) von den Erfahrungen mit den Künstlern am Dachsteingletscher.
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Ennstaler Woche, 4.November 2004, Seite 20
Hochkultur
Berge faszinieren, Kultur kann faszinieren. Wie spannend muss erst eine Kombination von beiden sein. Am Dachstein gibt es jetzt nicht nur Gletscher, Bergsteigen und Schisport, sondern auch Kunst und Kultur. August 2003: Die Schriftstellerin Monika Wogrolly hat beim Gletscherschifahren die Idee, auf dem höchsten Punkt der Steiermark einen Kulturstützpunkt zu errichten. 14. November 2004: Um 16 Uhr wird das Kulturzentrum im ehemaligen Restaurant des Dachstein-Bergstation des Hunerkogels eröffnet. Sogar Landeshauptfrau Waltraud Klasnic wird sich zur Eröffnung ins ewige Eis begeben. Für die Kunst sorgen Florian Geßler (Musik), Lore Heuermann (Installation), Luise Kloos (Installation), Gerhard Nierhaus (Musik) und Monika Wogrolly (Literatur). Kasnockn und Haustee werden zur Abrundung gereicht. Warum gerade ein Kulturzentrum am höchsten Punkt der Steiermark, warum das weltweit einzigartige Kulturzentrum am Gletscher? Monika Wogrolly, die gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Luise Kloos die Idee realisiert hat, gibt Antwort: „Der Einfluss der Höhe auf die menschliche Psyche und das Phänomen „Höhenrausch“ wirken sich auf jeden Dachsteinbesucher aus, weil sich Stimmung und Gefühlslage verändern. Viele, die wieder ins Tal zurückkehren, können von einem Gefühl berichten, das einer „inneren Reinigung“ und „Befreiung“ nahe kommt. Ein offener Kulturraum. Gemeinsam mit Luise Kloos hat Wogrolly nun „Dachstein-Art" kühles Leben eingehaucht, sie sind auch für Ideen und Konzepte verantwortlich. In der Dachstein-Planaibahnen GmbH fanden die Künstlerinnen einen kompetenten Partner, der ihnen den Raum für ihre Träume gab. „Dachstein-Art" bietet Gastateliers für Literatur, Musik und bildende Kunst an. Künstler aus den unterschiedlichsten Sparten können sich dort oben vernetzen und sich den ungewohnten Lebensbedingungen am Gletscher aussetzen. Die künstlerischen Ergebnisse dieser Vernetzung werden in einer jährlich stattfindenden Kunstpräsentation am bizarren Ort ihres Entstehens präsentiert.
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http://derstandard.at/?id=1848861 5.November 2004
Kultur in luftiger Höh'
Monika Wogrolly und Luise Kloos planen spartenübergreifendes Atelier auf dem Dachstein Graz - Einen ungewöhnlichen Ort wählten die Grazer Autorin Monika Wogrolly und die Künstlerin Luise Kloos für ein neues Kulturprojekt: Am höchsten Punkt der Steiermark, am Gipfel des Dachsteins, soll ein Atelier für Literatur, Musik und Bildende Kunst entstehen. Dachstein: Art nennt sich das Projekt, das weltweit das einzige Kulturzentrum auf einem Gletscher sein wird. Die Eröffnung steigt am 14.November. Die Idee zu diesem ausgefallenen Vorhaben hatte Monika Wogrolly nach eigenen Angaben beim Gletscherskifahren auf der Planai. Als Partner konnten die Dachstein-Planaibahnen gewonnen werden, die Räumlichkeiten befinden sich im ehemaligen Restaurant der Hunerkogel-Bergstation auf 2.700 Höhenmetern. Das Projekt Dachstein:Art soll ein Kulturzentrum sein, wo sich Künstler verschiedenster Sparten wie Bildende Kunst, Musik oder Literatur interdisziplinär vernetzen und den ungewohnten Lebensbedingungen im ewigen Eis aussetzen. Die künstlerischen Ergebnisse werden in jährlich stattfindenden Kunstpräsentationen am Ort der Entstehung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. (APA)
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http://steiermark.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=8&id=352353 5.November 2004
2004 Kulturzentrum in luftigen Höhen
Einen ungewöhnlichen Ort haben die Grazer Autorin Monika Wogrolly und die Künstlerin Luise Kloos für ein neues Kulturprojekt gewählt: Auf dem Gipfel des Dachsteins soll ein Atelier für Literatur, Musik und bildende Kunst entstehen. "Dachstein.Art" nennt sich das Projekt, das weltweit das einzige Kulturzentrum auf einem Gletscher sein wird. Die Idee zu diesem ausgefallenen Vorhaben hatte Wogrolly nach eigenen Angaben beim Gletscherskifahren auf der Planai.

Atelier in 2.700 Höhenmetern
Als Partner wurden die Dachstein-Planaibahnen gewonnen. Die Räumlichkeiten befinden sich im ehemaligen Restaurant der Hunerkogel-Bergstation auf 2.700 Höhenmetern.

Kunst im ewigen Eis
Das Projekt soll nach Angaben der Künstler ein Kulturzentrum sein, wo sich Künstler verschiedenster Sparten wie bildende Kunst, Musik oder Literatur interdisziplinär vernetzen und den ungewohnten Lebensbedingungen im ewigen Eis aussetzen. Die künstlerischen Ergebnisse werden in jährlich stattfindenden Kunstpräsentationen am Ort der Entstehung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Eröffnung findet am 14. November statt.
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Kleine Zeitung, 10.November 2004, Seite 63
Kunst am Berg: Unter uns die Adler
Am Wochenende wird „Europas höchstgelegenes Künstleratelier" eröffnet. In 2700 Metern Seehöhe lautet die Devise ab sofort „Dachstein: Art". Einfach „unglaublich" sei es dort oben, sind sich die bildende Künstlerin Luise Kloos und die Autorin Monika Wogrolly einig. In 2700 Meter Seehöhe nehme man sich und die Welt anders wahr. Was eine große Inspiration für schöpferische Menschen sei. Die Probe aufs Exempel haben die beiden Seelenverwandten, die tatsächlich ein gemeinsamer Bergbauern-Urgroßvater verbindet, bereits selbst gemacht. Nun möchten sie die Erfahrung eines kreativen Höhenrausches mit „Dachstein:Art" anderen ermöglichen. Mit einem Projekt, bei dem sich Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen als „artists in residence" für jeweils drei Wochen im ehemaligen Restaurant der Hunerkogel-Bergstation einquartieren und die spezielle Luft - „ab 2500 Metern erwiesenermaßen sauerstoffärmer, aber imaginativ äußerst bereichernd" schnuppern: „In Europas höchstgelegenem Gastatelier". Der Blick von dessen Terrasse sei atemberaubend, etwa auf „die Adler unter einem". Den interdisziplinären Charakter des von den Gemeinden Ramsau und Schladming, den Planaibahnen und vom Land Steiermark unterstützten Unternehmens betont bereits am kommenden Sonntag die offizielle Eröffnung des neuen Kulturzentrums im Hochgebirge, ein „Event" mit Kasnockn und Haustee.

Kunst geht
Das in luftiger Höhe Ausgedachte und Ausgeführte soll künftig einmal jährlich vor grandiosem Panorama präsentiert werden, das Motto für 2005 steht schon fest: „walking art - Die Kunst im Gehen". Das Interesse nach Höherem ist jedenfalls groß, Bewerbungen für den Aufenthalt im komfortabel ausgestatteten Weitsicht-Ambiente gibt es schon jetzt etliche. Monika Wogrolly: „Uns schwebt vor, dass mehrere Künstler zugleich das Quartier beziehen, weil vielleicht auch die persönlichen Kontakte spannend sein könnten." Wer eher ein Eremitendasein vorzieht, darf auch allein Kunst nach „Dachstein: Art" schaffen. Besonders wichtig ist den Initiatorinnen außerdem, das neue Zentrum für Kunstschaffende aus der Region attraktiv zu machen, es nicht als „aufgepfropfte" Einrichtung zu betreiben.WALTER TITZ
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Die Steirische, 13.November 2004, Seite 26
KREA-HOCH
Ab dem morgigen 14. November beherbergt die Hunerkogel-Bergstation auf dem Dachstein das mit 2.700 Metern höchstgelegene Künstleratelier Europas. Hochkultur, sozusagen. Diese mittlere Höhenlage helle die Stimmung auf und nehme Einfluss auf die Wahrnehmung, sind die bildende Künstlerin Luise Kloos und die Literatin Monika Wog-rolly, die seit gut einem Jahr ihr Projekt „Dachstein:Art" verfolgen, überzeugt. In ihrer Ansicht bestätigt könnten sie dabei von Hubert von Goisern werden, der Anfang 2003 im stillgelegten Berghotel Krippenstein am Dachsteinplateau mit Musikern aus vier Nationen die Volkslied-CD „Trad II" eingespielt hat und von einer die Sinne beruhigenden, Auge und Ohr sensibilisierenden Situation, „nach der man süchtig werden kann", zu berichten weiß. Das dem archaischen Umfeld entsprechend spartanisch aus gestattete Atelier ist im ehemaligen Restaurant der Seilbahnstation untergebracht und soll Artists in Residence für jeweils rund drei Wochen als Basislager für den kreativen Höhenrausch dienen. Die künftigen temporären Bewohnerinnen -auch mehrere zugleich, dann werden Paravents zwischen die Feldbetten geschoben - entstammen den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst, interdisziplinäre Vernetzungen sind erwünscht, mit „walking art - die Kunst im Gehen" ist das Motto für 2005 grob vorgegeben. Bewerbungen für eine Eiszeit deponiere man unter office@artnetwork.at oder über nachstehende Homepage, über Erhörungen befindet das Duo Kloos/Wogrolly. Unterstützung findet „Dach-stein:Art" vorerst durch das Land Steiermark und die Pla-naibahnen-Gesellschaft, die den Raum zur Verfügung stellen, Gespräche mit dem Bund und den Gemeinden Schlad-ming und Ramsau verlaufen viel versprechend. Aus der Taufe gehoben wird das vom Konsumgetriebe weit abgehobene Künstleratelier am 14. November um 16 Uhr bei Kasnocken, Haustee und jeder Menge (live) dargebotener Kunst. Und was dem Gastatelier und der rauen Natur ringsum so alles an freiköpfigen Ergüssen entsprungen ist, soll einmal jährlich ebendort präsentiert werden.
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Kronenzeitung, 24.März 2005, Seite 40
Auf dem Gipfel der Kreativität
Der höchst gelegene Kulturstützpunkt Europas auf dem Dachstein erhält seine ersten Bewohner. Ende März beziehen Wendelin Pressl, Eva Ursprung, Lea Titz, Gertrude Grossegger und Monika Wogrolly die Ateliers der „Dachstein:Art". Am 7. und 8. April laden die Künstler jeweils ab 12 Uhr zu einem Tag der offenen Tür, bei dem die Kunst-Arbeitsbedingungen in lichten Höhen begutachtet werden können. MR
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Kleine Zeitung, 30.März 2005, Seite 21
Kunsthaus(t) mit dem Aar
Seit dem Ostermontag leben und werken fünf Kunstschaffende im höchst gelegenen Kunstatelier Europas auf dem Dachstein. Dass am Dachstein noch der Aar (der Adler) haust, steht bekanntlich in der steirischen Landeshymne festgeschrieben. Am Ostermontag hat der luftige Flugkünstler fünf bodenständig-kreative Mitbewohner bekommen. Im höchstgelegenen Künstleratelier Europas auf dem Dachstein, das im November des Vorjahres eröffnet wurde, sind die ersten Bewohner eingezogen. Zwei Wochen lang lassen sich Eva Ursprung (Film, Performance), Lea Titz (Fotografie), Wendelin Pressl (Malerei), Gertrude Maria Grossegger (Lyrik) und Monika Wogrolly (Prosa) vom hochalpinen Panorama inspirieren. Initiatorin Monika Wogrolly: „Erspürt werden sollen die ganz anderen Lebensbedingungen am Gletscher, inspirieren lassen sich die Atelierbewohner vom ganz besonderen Licht, den Farben, der Luft und dem bei Schönwetter traumhaften Panorama vom Balkon des Kulturstützpunktes aus." Für all jene, die den Kunstschaffenden in Österreichs höchster Wohngemeinschaft über die Schulter schauen möchten, gibt's am 7. und 8. April einen Tag der offenen Tür in den Gastateliers in der Bergstation Hunerkogel auf dem Dachstein. Jeweils ab 12 Uhr gibt es die Gelegenheit die Arbeit in der Kreativwerkstatt zu beobachten und natürlich mit den Künstlerinnen und Künstlern zu diskutieren.CHRISTIAN NERAT
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Ennstaler Woche, 14.April 2004, Seite 30
Gibt Künstlern Berge
„Gegen diesen Berg kommt kein Mann an!" Begeisterung bei Monika Wogrolly über den Auftakt des Ateliers „Dachstein: Art". Auf 2700 Metern Seehöhe, auf dem Dachstein, lebten und arbeiteten fünf Künstlerinnen zwei Wochen lang. Der im Vorjahr gegründete Kulturstützpunkt wurde für zwei Wochen die künstlerische Heimat von Gertrude Grossegger, Wendelin Pressl, Lea Titz, Eva Ursprung und Monika Wogrolly, von der das gesamte Kunstprojekt initiiert und betreut wurde. Die Künstler erlebten, fotografierten und filmten die imposante Gletscherkulisse bei unterschiedlicher Wetterlage und versuchten, den Berg selbst als Kunstwerk zu betrachten. „In diesen zwei Wochen habe ich den Berg mehr lieben gelernt als je einen Mann", war Monika Wogrolly schlichtweg begeistert. Periodisch werden nun Kunstschaffende von internationalem Format, überwiegend aus städtischem Milieu, das Kulturzentrum in der Bergstation bewohnen. Die daraus entstehenden künstlerischen Coproduktionen werden in jährlichen Präsentationen auf dem Dachstein gezeigt. Am Samstag, dem 22. April, wird das Kunstcenter am Gletscher in der Sendung Alpen-Donau-Adria von Günther Ziesel in ORF 2 vorgestellt.MONI
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Die Steirische, 16.April 2005, Seite 26
Dachstein:Art: Hochkultur in Reinkultur
Kreative Höhenflüge starten am besten in dünner Luft, vermutete die Grazer Literatin Monika Wogrolly, als sie im Vorjahr ihre Idee vom künstlerischen Gipfelglück in die Tat umzusetzen begann. herausgekommen ist mit „Dachstein:Art" Europas höchstgelegenes Gastatelier (wir berichteten). Nun haben die ersten Protagonisten die Probe aufs Exempel hinter sich: Wendelin Pressl, Grazgebürtiger Maler in Wien, sowie die in der Steiermark verbliebene Künstlerschaft mit Lea Titz (Fotografie), Gertrude Grossegger (Literatur), Eva Ursprung (Allround) und die Initiatorin selbst wohnten und wirkten im ehemaligen Restaurant der Bergstation mit freiem Blick zum Gipfelkreuz. Ob die geänderten Lebensbedingungen auch im CEuvre ihren Niederschlag gefunden haben, lässt sich dem Katalog (in Arbeit), einer Sommerpräsentation (im August) oder dem Donau-Alpen-Adria-Magazin am Samstag, dem 23. April, mit Beginn um 16.25 Uhr in ORF 2 entnehmen (der Beitrag läuft in der Folge auch auf 3sat und anderen europäischen Programmen von Italien bis Ungarn). Das große Medienecho stimmt Wogrolly auch hoffnungsvoll, dass sich zusätzlich zu den bisherigen Sponsoren (Planaibahnen und örtlicher Tourismusverband) noch weitere finden, damit spätestens im Herbst die nächste Künstlerriege in der Gondel auf dem Weg zum Dachsteingipfel sitzt.
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Kleine Zeitung, 13.April 2005, Seite 64-65
Lockere Gipfelsiege für Kunst und Kreativität
Aufstieg zum höchstgelegenen Kunstatelier Europas: In der Bergstation der Dachstein-Seilbahn haben eine Fotografin, eine Medienkünstlerin, zwei Literatinnen und ein Maler ihre Quartiere bezogen. Die Arbeit ändert sich, wenn sich die Umgebung ändert", sagt Monika Wogrolly, während ihr Blick von der Bergstation hinüber zum Gipfelkreuz des Hohen Dachsteins schweift. . Die Grazer Schriftstellerin und Initiatorin des höchstgelegenen Kunstateliers Europas „Dachstein:Art" spricht damit ihre auf über 2700 Meter Seehöhe verfassten Texte an, die „im Tal ganz anders aussehen würden. Hier heroben schreibt es sich einfach lockerer, die Texte werden leichter, luftiger." Aber auch bei den anderen vier Künstlern, die Ende März ins Atelier in der Bergstation der Dachsteinseilbahn eingezogen sind, macht sich die Höhenluft positiv bemerkbar. Zusammen mit der Grazer Fotokünstlerin Lea Titz entwickelte die Heimatdichterin Gertrude Grossegger eine Performance, um die „Geschichte eines Vogels" zu erzählen. Dazu verwandelte sie sich in eine Dohle und zog auf dem Dach der Bergstation ihre Runden. Die Fotos und der zugrunde liegende Text sollen später als Buch erhältlich sein. Der in Wien lebende Maler Wendelin Pressl ließ sich von den zahlreichen Schifahrern inspirieren, die sich am Gletscher tummeln. Er schlüpfte in seine Schiausrüstung, simulierte einen Sturz und fügte die einzelnen Aufnahmen seines Umfallers zu einer Fotoserie zusammen. Dass sich der Künstler dabei wirklich eine leichte Verletzung zuzog und kurz ins Krankenhaus musste, zeugt vom Eifer, mit dem die Künstler bei der Sache sind.
Wetterpanorama
Mit dem gleichen Engagement, aber weniger riskant, ging Eva Ursprung an ihre Multimedia-Projekte heran. Die Grazer Künstlerin hielt die Freiluft-Lesungen der beiden Literatinnen Wogrolly und Grossegger mit der Videokamera fest, bearbeitete die Aufnahmen und schickte das fertige Produkt zur Talstation, wo es auf den „Wetterpanorama-Monitoren" gezeigt wurde. Daneben entstand eine Reihe von kleineren Kunstprojekten, die in kollektiver Arbeit erdacht und ausgeführt wurden. Für Monika Wogrolly bildet diese eifrige Zusammenarbeit der Künstler einen der zwei Grundpfeiler für den erfolgreichen Verlauf von „Dachstein:Art": „Im Kollektiv kommt man auf andere, bessere Ideen, zudem kann jeder die Fähigkeiten des anderen für seine eigene Arbeit nützen." Die zweite Stütze des Projekts ist zugleich die Inspirationsquelle für die Kunst. „In dieser traumhaften Umgebung kommt man in eine anderes Bewusstsein hinein, die Reduziertheit fördert die kreative Arbeit", sagt Wogrolly, die mit ihrem Dachstein-Aufenthalt nicht nur den „Gipfel der Kreativität" erklimmen will, sondern auch ihren Höhenschwindel abtrainieren möchte. Denn schon im Sommer geht es wieder auf den Dachstein, wo Wogrolly alle jetzt erarbeiteten Kunstwerke in einer Ausstellung präsentieren möchte. ANDREAS PRÜCKLER
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Kulturzeitung 80, Mai 2005, Seite 5
Dachstein:Art / Kein Geld für Kreativität?
Am Weg Richtung Schladming geisterten dem 80-Bergredaktionsteam immer wieder die gleichen Fragen durch den Kopf: „Wie kann man sich eine Künstlerkommune auf 2700 m. eigentlich vorstellen?" „Was passiert mit Personen, die mit der Höhe überhaupt nicht zusammenkommen?" „ Wie sind die Künstler eigentlich drauf, denn sie sind ja nun schon seit guten 10 Tagen auf der Bergstation?" und natürlich „Ist es am Dachsstein wirklich was anderes als im Tal, steigern sich da die Teilnehmer nicht in etwas hinein?" ...bald sollten wir die Antworten darauf erhalten. Die Gondelfahrt hinauf zur Bergstation verlief ohne Komplikationen, man fühlte sich in einen James Bond -Film versetzt. Als wir die Bergstation betraten, wurden wir von einer sichtlich gut aufgelegten Organisatorin Monika Wogrolly begrüßt, und zu den restlichen Künstlern geführt, wo die ersten Befürchtungen der 80-Reporter entlastet wurden. Kein Lagerkoller in der Künstlermannschaft, die Stimmung ist der befreienden Höhe angepasst! Gleich darauf werden wir von Gertrude Grossegger zur ersten Installation getrieben. Die Dichterin beschäftigte sich mit den Spuren im Schnee, die die Schifahrer beim „Wedln" hinterlassen. Sie zeigt uns ein kleines Kisterl, das sie mit Weizenmehl angefüllt hat. Ohne langes Zögern lädt sie uns ein, in ihrem „Schnee" Spuren zu ziehen...ein tolles Erlebnis! Als nächstes begrüßt uns Eva Ursprung, Videokünstler und Allround-Talent, und lädt uns ein, einen ihrer am Dachstein produzierten Filme zu begutachten. Gleich nach der ersten Sequenz wurde uns bewusst: Hier entsteht Avandgard in Reinkultur! Am Video zu sehen ist zu Beginn Gerlinde Grossegger, die auf einem Sonnenstuhl sitzend, mit atemberaubendem Horizont im Rücken Gedichte liest. Danach bewundert das 80-Team Frau Dr. Monika Wogrolly, mystisch liegend im Geröll, beim Lesen ihrer auf der Bergstation entstandenen Texte...wirklich cool! Wendelin Pressel, ehemaliger Arnulf-Rainer Schüler, beschäftigte sich ebenfalls mit den Spuren im Schnee, und konzipierte gemeinsam mit Lea Titz Fotoreihen und Zeichnungen zu diesem Thema. Da 80 als erstes Presseteam am Gipfel angelangt war (Herr Ziesel vom Donau, Alpen, Adria Journal wurde auf der Autobahn abgehängt) blieb den Kulturredakteuren noch genügend Zeit um auch die „Lebensumstände" am Gipfel zu testen. Wogrolly meinte ja, dass sich die Höhe auf die Kreativität auswirken sollte, dass alles was man hier tue langsamer von Statten gehe, als im Tal. Das 80-Team ließ sich so zu einem kleinen Spaziergang hinreißen, nur ca. 300m von der Station weg, um dann wieder zurückzukehren. Erstaunlich, die Philosophin sollte Recht behalten: Obwohl wir sicher nicht mehr als 300 m zurückgelegt hatten, erschien uns unser kleiner Ausflug von der Intensität her, wie ein Fußballtraining einer Bundesligamannschaft. Die Strapazen forderten Tribut, was sich in einen eineinhalb stündigen Erholungsschlaf eines Redakteurs auswirkte. Er war mit seine Kräften sogar so am Ende, dass er sich auch nicht von den vielen Journalisten, die nach unserem Spaziergang in der Station eintrafen, um darüber zu berichten, aufwecken lies.

Fazit
80 kann Frau Dr. Monika Wogrolly zu ihrem Pilotprojekt „Dachstein:Art" nur gratulieren. Hier wurde ein Projekt verwirklicht, das keine öden Beigeschmack der Elite oder gar Hofkunst in sich trug. Ein Zeichen der Einzigartigkeit dieses „Versuchs" ist auch sicherlich die große Medienresonaz zu werten. Es berichteten: Steiermark heute, das legendäre Donau-Alpen-Adria Magazin, der Bayrische Rundfunk, TV Slovenia, TV Croatia, Rai Triest, Rai Trento sowie die Kronen Zeitung oder aber auch die Kleine Zeitung, die die Leistung der fünf Gipfelstürmer sogar mit einem zweiseitigen Bericht würdigte. Das Projekt" Dachstein:Art" ist somit für 80 ein vorbildliches Beispiel, dass Kunst/Kultur wieder einmal ein fremdenwirksames Signal für die Region Steiermark sein kann. Die Sendezeit allein im österreichischen Fernsehen betrug gute 5 min: eine bessere Werbung kann sich unserer Tourismus wohl kaum wünschen. Schade, dass die Initiatorin von Seiten des Landes Steiermark keine würdige Unterstützung erhält. Obwohl sie vorführt, dass Kultur lebendig sein kann, alle Arten von Mensch begeistern kann, wird sie seitens des Landes in Bezug auf Förderungen nur mit Versprechungen vertröstet. Kleiner Tipp der Redaktion an die Veranstalterin: Treten sie der steirischen Volkspartei bei, vielleicht ist ihr Projekt ja dann förderungswürdiger. SZ


Nationale & internationale TV-Beiträge zur ersten Staffel der Gastateliers Dachstein:Art
Steiermark Heute ORF2, 23. April 2005
Donau-Alpen-Adria-Magazin 3-sat, 30. April 2005
Beitrag in TV Slowenien, TV Croatien, Rai Triest, Rai Trento, Rai Bozen, RTSI Lugano und Ungarn.